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Grande Cuisine im Grand Hotel

Wenn ihr einmal wohnen oder speisen wollt, wie die Großen der Welt – dann seid ihr hier richtig…  

Im Grand Hotel Toplice in Bled war und ist die Welt zu Hause: hier nächtigte nicht nur Franz Josef Strauß, sondern auch König Hussein von Jordanien, der Herzchirurg Christian Barnard oder Madeleine Albright, Außenministerin der USA und viele mehr…  

Blick in die Lounge des Grand Hotels Toplice

Die Ausstattung und das Ambiente des Hotels erinnern an Jugendstil und k.k. Zeit, und trotzdem ist alles vorhanden, was ein Gast in der Gegenwart schätzt. Außerdem gibt es im Grand Hotel Toplice ein riesiges Plus: eine wunderschöne Aussicht auf den Bleder See mit Insel und Burg auf der anderen Seite. 

Eine wunderbare Aussicht - die Insel im Bleder See

Hier zu übernachten lohnt sich aber nicht nur wegen der berühmten Gäste, der Aussicht und des Ambientes – man sollte sich auf jeden Fall auch mit der Küche des Hauses auseinandersetzen. Und ich garantiere Euch, das wird eine wunderbar geschmackvolle Unterhaltung, die auch Gäste von außerhalb genießen können und sollten.  

Ein bisschen Jugendstil und Art Deco

Und nun möchte ich Euch mit der Erzählung unseres Menüs eine kleine Vorfreude darauf geben, was ihr von der Küche im Grand Hotel Toplice erwarten dürft. (Achtung: leider spinnt meine Kamera hin und wieder – ich kann nur versichern – das Essen ist viiiieel besser als manche Fotos.)  

Ein schön gedeckter Tisch erwartet uns

Wir treffen hungrig vom Hotelrundgang im Restaurant des Grand Hotel Toplice ein und der wunderschön gedeckte Tisch lässt einiges erwarten. 

Slowenien bietet auch ausgezeichneten Sekt und eben solche Weine

Die Gaumenfreude beginnt mit einer Terrine von mariniertem gegrillten Gemüse, Basilikum, Büffel-Mozzarella und Tomatensorbet. Und ja – es hat so gut geschmeckt wie es aussieht. 

Ich konnte mir zuerst ein Tomatensorbet geschmacklich nicht so richtig vorstellen, aber ihr solltet es wirklich probieren, wenn es auf der Speisekarte steht. Der fruchtige Tomatengeschmack harmoniert natürlich hervorragend mit dem Gemüse, dem Mozzarella und dem Basilikum und ist erfrischend anders als die normale Kreation der aufgeschnittenen Paradeiser…  

Dann folgte ein weiteres Highlight: Ravioli von geräucherter Forelle mit Meerrettich, Gemüse mit fregolo Sardo, Kokosnuss Velut und Gartenkresse.  

Es sieht nicht nur köstlich aus - es schmeckt auch so...

Da ich ein richtiger Pastatiger bin und dazu noch die Kombi von einer geräucherten Forelle mit Kren überhaupt sehr schätze, für mich wahrlich ein Highlight. Wunderbar ausgewogen kombiniert – und natürlich auch wunderschön anzusehen….  

Dann folgte der Hauptgang: Kalbsrücken mit lokalen Pilzen und Kräutern im Blätterteig, Petersiliencreme, hausgemachte Kürbisgnocchi, glasierte Schalotten und Périgourdine Sauce.  

Eine rundum gelungene Kombination

Was soll ich sagen: das Kalb wunderbar zart und rosa gebraten, die Pilze und Kräuter ein Träumchen dazu, die glasierten Schalotten und die Kürbisgnocchi runden den Geschmack noch einmal so richtig ab und Petersiliencreme und die Périgourdine Sauce geben dem Gericht das zusätzliche kleine Extra, das dann das ganze Werk so richtig groß macht.  

Wir schlemmen ohne Ende und bedauern eigentlich nur, dass wir die Größe der Portionen einfach nicht schaffen. Es ist ewig schade, auch nur ein Stückchen übrig zulassen und zurückzuschicken, aber wer ist schon gewohnt ein viergängiges Menü spät abends zu genießen. Wir leider nicht, aber alle schwören – so glaube ich – heimlich zu üben…

 Denn es wartet noch das Dessert auf uns und dieses kann man einfach auch nicht auslassen: Orangen Crème Brûlée, Pflaumen Eis, weißes Schokoladepulver, Schaum aus weißen Rum.

Auch das weiße Pulver schmeckt ...

 Das Schokoladepulver erinnert uns zwar im Aussehen an einen Part aus einem Falco-Lied, schmeckt aber doch schokoladig und wird daher als „ungefährlich" eingestuft. Da außer unseren Mägen auch niemand und nichts halluziniert, kann ich mit Recht und Fug behaupten, es war Schokoladepulver.

Voller wunderbarer Geschmackerlebnisse machen wir uns dann spätabends auf zum kleinen Spaziergang entlang des Bleder Sees zurück zu unserem Hotel.

Tipp 1:

Bei einem Aufenthalt in Bled unbedingt ein Abendessen im Grand Hotel Toplice einplanen. Das Restaurant steht auch Nicht-Hotelgästen zur Verfügung. Im Sommer könnte man das kulinarische Vergnügen auch auf der Terrasse mit Blick auf den See genießen. Allerdings: bringt großen Hunger mit oder wählt einfach weniger Gänge aus dem reichen Angebot aus. Die schwierige Entscheidung lautet dann aber natürlich: Worauf verzichten?...

Tipp 2:

Der Mastermind hinter all den Köstlichkeiten: Simon Bertoncelj

Chef's Table: Dieser Tipp widerspricht allerdings Tipp 1 – und doch möchte ich nicht verzichten auf diese einzigartige Möglichkeit aufmerksam zu machen. Die Kochkünste hatte ich ja bereits gelobt, wer aber nun Simon Bertoncelj in Action erleben will, kann dies beim Chef's Table und einem 7(!)-gängigen Degustationsmenü mit Weinbegleitung in der Küche des Grand Hotels Toplice. Der Chef persönlich wird die Zutaten und die Zubereitung vorstellen und wer will kann auch beim Kochen Hand anlegen. Nicht ganz billig, aber sicher ein einzigartiges Erlebnis. Anmeldung mindestens einen Tag vorher unbedingt erforderlich. Weitere Informationen unter www.sava-hotels-resorts.com/

 Das Restaurant ist täglich von 18:00 bis 23:00 Uhr geöffnet.

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