Enricos Reisenotizen

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Ljubljana leuchtet….

Die Weihnachtsbeleuchtung am Prešeren-Platz

Ljubljana gehört zu meinen Lieblingsstädten: nicht zu groß, nicht zu klein, wunderschöne Bauten, viel Jugendstil, freundliche Bewohner… 

Egal ob Sommer oder Winter – es macht einfach Spaß durch die Stadt zu laufen. Über die Drachenbrücke zu gehen, die Kolonnaden entlang zu laufen, und natürlich auch den Markt (unbedingt auch den Fischmarkt!) zu besuchen.  

Die Kolonnaden und der Marktplatz

Gleich ums Eck beim Dom findet man den Blumenmarkt und kann sich der Farbenpracht erfreuen. (Im Winter gibt es hier eine Riesenauswahl an Adventkränze zu sehen.)   

Hier findet jeder seinen Adventkranz ...

Natürlich zeigt auch die Hauptstadt von Slowenien, wie großartig hier gekocht wird: Bei der Open Kitchen kann man (wetterabhängig) von Mai bis Oktober die Köstlichkeiten des Landes verkosten. 

Auch am Weihnachtsmarkt gibt es viele kleine Köstlichkeiten

 Von den vielen kleinen hervorragenden Lokalen und Weinbars entlang der Ljubljanica will ich gar nicht reden…

Glühwein mit Aussicht auf die Burg von Ljubljana

Das ist der Sommer. Aber im Winter?

Im Winter leuchtet die Stadt. Ja, das tut sie wirklich! Jahr für Jahr zeigt sie ihre Pracht im Schein vieler vieler Lämpchen.  

Die Weihnachtsbeleuchtung am Prešeren-Platz

Die Weihnachtsbeleuchtung und der Weihnachtsmarkt

Pünktlich um 17:00 Uhr wird jedes Jahr am 1. Dezember die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet und die Stadt erstrahlt in einem ganz besonderen Glanz.  

Der Moment des Einschaltens der Weihnachtsbeleuchtung. Da staunen Zuschauer und der Bürgermeister. Foto © Nik Rovan

Die Weihnachtsbeleuchtung von Ljubljana ist einzigartig und unterscheidet sich in einigem von jener anderer Städte. Seit Jahren ist dafür der Künstler Zmago Modic verantwortlich, den wir bei unserem Rundgang durch die Stadt gleich über den Weg gelaufen sind. 

Das künstlerische Mastermind der Weihnachtsbeleuchtung von Ljubljana Zmago Modic

Er ist für die glitzernde Umsetzung seiner Ideen schon seit einigen Jahren verantwortlich und hat seine Arbeit heuer unter das Thema „Schnittpunkte der Zeit" gesetzt.  

Das Universum in den Straßen Ljubljanas

Jahr für Jahr kreiert der Künstler die Symbole aus der christlichen Tradition, setzt neue dazu, entwickelt seine Aussagen weiter. Sein übergreifendes Motto, das alle jährlichen überstrahlt ist „Leben". 

Aus einer Idee kann ein kleines Feuerwerk an Lösungen entstehen

Die Weihnachts-Standln findet man entlang der Kolonnaden, am Marktplatz, am Prešeren-Platz, entlang der Ljubljanica. Einige davon bieten echte slowenische Handarbeit, andere unterschiedliche Geschenke, der größte Teil jedoch – so schien es mir – kümmert sich um die kulinarischen Bedürfnisse der Besucher. 

Handwerk aus Slowenien wird ebenso angeboten wie Produkte aus aller Herren Länder

In Ljubljana gibt es kaum Punsch, hier wird, so wie auch bei uns früher, Glühwein (rot oder weiß) getrunken, der uns auch sehr gut gemundet hat. 

Mit einer Kollegin beim Glühwein trinken (Foto © Katharina Zwettler, Die Fotofüchse)

Aber nicht nur die Standln warten mit ihren Getränken auf, auch die vielen kleinen Lokal und Coffee-Bars entlang des Flusses haben geöffnet und ihren Geschäftsraum auf die Straße erweitert. 

Es wird gechillt in Ljubljana ...

Unter den Heizschwammerl sitzt und steht man gemütlich bei seinem Glühwein, betrachtet die Weihnachtsbeleuchtung und freut sich gemeinsam auf das Fest. 

Ice Fantasy

Es lohnt sich also Ljubljana auch im Winter einen Besuch abzustatten. Wer sich seine Kalorien gleich wieder ein bisschen abtrainieren möchte, begibt sich am besten zur Ice Fantasy am Kongressplatz. Von 9:00 bis 24:00 Uhr kann man hier aufs Eis gehen!

Blick auf die Ice Fantasy am Kongress-Platz von der Burg

Selbstverständlich kann man sich hier auch die Eislaufschuhe ausborgen und dann durch den kleinen Park flitzen. Ich musste das natürlich auch ausprobieren, allerdings war nach 10 Jahren Eislaufpause keine Rede vom Flitzen – ich war froh, mit heilen Knochen den Parcours bewältigt zu haben.

Wenns dem Esel zu gut geht, dann geht er auf das Eis ...

Aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Wer will kann hier aber auch Eislauf-Stunden nehmen und es von einem Profi lernen. ( http://ledenafantazija.si/

Hier kann man den "Eseln" beim Eislaufen zusehen, Kaffee trinken und Kaiserschmarrn essen ...

Für all jene, die nur zusehen wollen, ist natürlich auch gesorgt. Wer mag, kann ein heißes Getränk, aber auch einen Kaiserschmarren (hier mit Heidelbeeren serviert) genießen und den Sportlern von oben zu sehen. 

Rauf zur Burg ...

Aber auch ein rascher Marsch hinauf zur Burg (man kann allerdings auch mit der Bahn fahren) sorgt für einen Kalorienabbau. Von oben genießt man einen wunderbaren Blick über die ganze Stadt und abends natürlich auch über die Weihnachtsbeleuchtung in den Straßen und Gassen. Der Blick reicht bis zur Ice Fantasy und noch viel weiter… 

Im Hof der Burg von Ljubljana

Die gute Krainer Wurst ...

Wer dann auch noch den Weg von der Burg zurück in die Stadt per pedes nimmt, hat sich eigentlich schon wieder eine kleine Stärkung verdient und hier empfehle ich ganz klar die Klóbasarna, ein kleines Lokal mit „Fast Food" der ersten Stunde am Ciril-Metodov trg.  

Hier solltet ihr auf eine Klobasse vorbei schauen ...

Ich weiß nicht, was die Slowenen anderes machen, aber ihre Krainer Wurst bzw. Krnajska Klobasa schmeckt anders als die Klobasse bei uns in Wien am Würstelstand: und ich muss gestehen, sie schmeckt um einiges besser. Ich kann daher irgendwie verstehen, dass sie sich beim Namensstreit mit den Österreichern unbedingt durchsetzen wollten (was sie ja auch geschafft haben!). 

Die hervorragende Krainer Wurst und ein Cockta - Fast Food at his best

So eine Wurst mit dem Geschmack verdient einfach ihren Namen und angeblich gibt es nur 11 zertifizierte Hersteller in ganz Slowenien, die der Wurst diesen Namen geben dürfen. Hmmmmm – unbedingt kosten.

Zur Wurst gibt's Senf, Kren und ein Brötchen - hmmm und nom nom nom

Wer einfach kein Wurstliebhaber ist und dem Fleisch nichts abgewöhnen kann, bekommt in der Klóbasarna aber auch eine Suppe (mit und ohne Wurst) oder einen der beliebten Strudel, die man ohne weiteres auch empfehlen kann.

Aber auch die Strudel sind einen Versuch wert ...

Leider habe ich erst jetzt beim Blick auf die Website (www.klobasarna.si) festgestellt, dass ich die Krnajska Klobasa auch vakuumverpackt als Souvenir hätte mitnehmen können. Verflixt, zu spät gesehen. Aber das ist auch egal, schließlich ist es ein Grund mehr, um wieder nach Ljubljana zurückzukehren.

Eine Bootsfahrt auch im Winter 

 Zum Abschluss des Tages oder einfach wenn die müden Knochen auch einmal rasten müssen, kann ich noch eine Bootsfahrt auf der Ljubljanica empfehlen.

Gleich geht es mit der Bootsfahrt los

Es mag vielleicht im Sommer die angenehmeren Temperaturen haben, aber auch im Winter ist es wunderschön, besonders abends, wenn es bereits dunkel wird und die Weihnachtsbeleuchtung bereits eingeschaltet ist.

Ljubljana vom Boot aus

Obwohl es Decken an Bord gibt und auch heißer Glühwein ausgeschenkt wird, sollte man dann aber schon auch entsprechend gekleidet sein. Die Bootstour dauert ungefähr 45 Minuten und ohne warme Kleidung kann man da schon zu frösteln beginnen. Wir haben die Fahrt am Vormittag gemacht und es ebenfalls sehr genossen. (www.barka-ljubljanica.si)

Auch am Boot gibt es Glühwein ...

Weitere Informationen über die Geschichte und Sehenswürdigkeiten von Ljubljana findet ihr auf askEnrico hier (https://ask-enrico.com/ljubljana-laibach), außerdem geben wir Hotel- https://ask-enrico.com/uebernachten-ljubljana, wobei das Union Hotel, in dem wir auf dieser Reise übernachtet haben ebenso noch folgen wird, wie die Restaurant-Tipps.

Weitere Auskünfte und Hinweise findet ihr auf der Seite des Tourismusbüros Ljubljana: https://www.visitljubljana.com/de

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