Burgenland - Enricos Reisenotizen

Enricos Reisenotizen

Reisen, Reisen, Reisen, andere Länder und Menschen kennen lernen. Wir berichten über unsere ganz persönlichen Reiseerlebnisse und laden Sie ein mit uns neue Destinationen zu entdecken

Fuchs, Du hast die Gans gestohlen …

 Und weil der Fuchs eben auch weiß, was gut ist, hat er sich heuer mit seinem Freund, dem Marder ein paar burgenländische Weidegänse geholt …

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Arsen und Spitzenhäubchen

Das wird wieder ein Fest in Kobersdorf. In die Messe Wien, wo derzeit die Proben für die Komödie von Joseph Kesselring stattfinden, lud Intendant Wolfgang Böck mit seinem Team zur Pressekonferenz.

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Man schenkt sich Rosen in … Mörbisch

 Die See-Festspiele in Mörbisch am Neusiedler See feiern heuer mit dem Vogelhändler von Carl Zeller ihr 60jähriges Jubiläum – und wie…

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Neulich im Großen Schwurgerichtssaal in Wien…

Honorige Männer und Frauen waren gekommen, um einer eigenartigen Verhandlung im Großen Schwurgerichtssaal im Landesgericht für Strafsachen in Wien beizuwohnen.  

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Dumme Gans? Ganz und gar nicht!

Im Martinsjahr 2016 zeigt das Burgenländische Landesmuseum vom 26.2.-27.11.2016 eine kleine, aber sehr feine Sonderausstellung über das heimliche Wappentier des Burgenlandes. Letzten Donnerstag war es so weit. Kulturlandesrat Helmut Bieler eröffnete die Sonderausstellung, die sich nicht nur dem Landespatron – dem Heiligen Martin – widmet, sondern auch seinen Begleitern: den Gänsen. Viele Geschichten, Symbole und auch Rezepte ranken sich um die Gans. Einige werden uns dabei in der Ausstellung näher gebracht.

Ausstellungsgestalterin Jasmin Trabichler, die KuratorInnen Harald Grabenhofer und Elke Ferderbar sowie Kulturlandesrat Helmut Bieler bei der Ausstellungseröffnung im Landesmuseum Burgenland, © KSB

Kooperation mit dem Nationalpark Neusiedler See

So erzählt ein Teil der Ausstellung in Kooperation mit dem Nationalpark Neusiedler See von den unterschiedlichen Gänsearten, die immer wieder die Lange Lacke besuchen und dort auch brüten. An einer Audiostation kann sich der Besucher die unterschiedlichen Laute von Saatgans, Blässgans und Graugans anhören und ein Stückchen weiter staunt man an der großen Wandtafel über die Routen, die die Vögel bei ihrer Wanderung zurücklegen.

Die Gänse kommen weit herum ...

Oder haben Sie schon einmal mit einem Federkiel (einer Gänsefeder) geschrieben? Für mich war es das erste Mal: und auch hier staunt man wieder, welche anderes Schriftbild sich einfach durch den anderen „Griffel" ergibt. Interessant ist auch die Geschichte des Ganters Martin, dem ein würdiges Alter von 18 Jahren zugeschrieben wird und dessen Ring mit seiner Bezeichnung X-69, in der Ausstellung zu sehen ist. Selbstverständlich wird auch Konrad Lorenz und seiner Graugänse gedacht.

Schon einmal mit einem Federkiel geschrieben?
Interpretenname-dummegans.MP3

Die wirtschaftliche Bedeutung der Gans

Die Gänse bzw. die Gänsehaltung war früher eng mit dem Burgenland verbunden, fast jeder Ort hatte einen Gänseteich und die Gänse bedeuteten auch Reichtum, konnte man doch die Gans fast komplett wirtschaftlich nutzen: an erster Stelle stand und steht natürlich der Gänsebraten, aber auch das Federschleißen sorgte entweder für eine weitere Einnahmequelle oder zumindest für eine warme Tuchent. Ihr Fett ist gut haltbar und in früherer Zeit waren Gänse auch ein Teil der Naturalsteuer, die an den Grundherren abgeliefert werden musste. 

Die Gans ist aber gar nicht dumm ...

Wussten Sie z.B. dass das Gänsestopfen in Österreich zwar mit dem Tierschutzgesetz verboten ist, aber nicht der Handel mit gestopfter Gänseleber? Und dass in Frankreich, Ungarn und Bulgarien noch immer die Tiere damit gequält werden? Vom Gänse rupfen in osteuropäischen Ländern ganz zu schweigen, in denen die Gänse auch noch heutzutage dreimal – davon zweimal bei lebendigen Leibe – gerupft werden. Also ich verzichte hiermit in Zukunft auf billige Daunenware …

Der Heilige Martin

Er wurde in der Garnisonstadt Savaria, dem heutigen Szombathely (Steinamanger) als Sohn eines Soldaten geboren, trat zum christlichen Glauben über und trat schließlich aus der römischen Armee aus. Am bekanntesten ist wohl die Erzählung, in der Martin mit einem Bettler seinen Mantel teilt, aber auch in seiner Vita spielen die Gänse eine Rolle. So wird einerseits erzählt, dass ihn eine Gänseschar durch ihr lautes Geschnatter verriet, als er sich versteckte um nicht Bischof von Tours werden zu müssen, eine andere Legende erzählt jedoch, dass die Gänse durch ihr Geschnatter seine Predigt störten und daher als Braten zur Bestrafung endeten. Das Martinigansl ist auf jeden Fall eine Spezialität, die noch heute im Burgenland kredenzt wird und die von allen Besuchern wie auch von den Einheimischen gerne mit einem guten Glas burgenländischen Weines genossen wird.

Der Heilige Martin, der Schutzheilige des Burgenlandes

Legenden und Geschichten über die Gans

Man glaubt es gar nicht, wie viele Geschichten, Bücher und auch Legenden es mit und über Gänse gibt. Einige haben wir ja schon erwähnt. Aber auch Wilhelm Busch setzt den Gänsen im Hinterlistigen Heinrich ein Denkmal, Nils Holgerson reist mit ihnen und wird so ein besserer Mensch, Gustav Gans ist jener Vertreter der immer Glück hat, und schließlich gibt es ja auch noch die Gans, die goldene Eier legt. Und das ist nur eine kleine Auswahl …

Die vielen Geschichten über die Gans ...

Auch Herr Landesrat Bieler gab bei der Eröffnung drei "Gänsegeschichten" zum Besten:

Daher gibt es nur eine Empfehlung: Schauen Sie sich das an…

Unsere Hausgans ...

Zur Ausstellung gibt es auch einen wunderschönen Katalog, der im Museumsshop erhältlich ist, viele interessante Informationen über die Gans, aber auch über das Burgenland enthält und durch viele Fotos von einst und jetzt überzeugt. Es ist ein Stückchen Geschichte des Burgenlandes, das man mit diesem Katalog in der Hand hält, ein kleiner Ausblick auf frühere Zeiten.

Manche Gemeinden führen die Gans auch in ihrem Wappen ...

Rahmenprogramm

Die Kunst des Eierkratzens

Diese alte Handwerkskunst kann man nicht nur in der Ausstellung ebenfalls bewundern, sondern auch in einem Workshop selbst probieren. Gefärbte Ostereier werden dabei mithilfe einer Kratz- oder Ritztechnik gestaltet, die nur noch wenige Burgenländerinnen kennen. Berühmt sind die Stinatzer Kroaten für dieses Kunsthandwerk. Am Sonntag, den 6.3.2016 kann man mit einer kundigen Ostereier-Kratzerin aus Stinatz die Technik selbst probieren und ein besonderes Ostergeschenk herstellen. Dauer des Workshops von 14:00 bis 17:00 Uhr. Kosten: 19 Euro pro Person inklusive Materialkosten. Anmeldung und weitere Informationen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel: +43 2682 719-4003

Die berühmten Stinatzer Ostereier ...

Mord im Museum – Ein Dinner mit Gänsehaut

Schon letztes Jahr waren diese Veranstaltungen ein Hit, heuer dreht sich natürlich auch hier alles um die Gans. Eine feine Jagdgesellschaft, eine goldene Gänsefeder, Familienintrigen und –geheimnisse sind der Stoff aus dem dieser Krimi ist. Kulinarische Genüsse und Krimispannung garantieren ein unterhaltsames „Dinner mit Gänsehaut". Dresscode Tracht ist erwünscht, aber nicht Pflicht.
Termine: 20.5., 3.6., 29.10., 11.11., 18.11.2016, Beginn jeweils um 19:00 Uhr.

Das Goldene Ei

Ganserl-Workshop

Auch für die kleinen Besucher gibt es einen Workshop, bei dem sich alles um die Gans dreht: ob Gänseblümchen, Gänseliesl oder Gänsefedern. Viele Märchen und Lieder drehen sich um Gans und Ganter. Graugänse brüten im Schilf des Neusiedler Sees, Hausgänse leben bereits seit langer Zeit mit uns Menschen und auch für den Heiligen Martin spielte die Gans eine besondere Rolle in seinem Leben. Hier wird die intelligente Gans gezeigt und bewiesen, dass sie keinesfalls dumm ist! Es wird „Gans" schön spannend werden …
Osterferien: 22.-24.3.2016 jeweils um 10:30 Uhr
Juli: Dienstag, den 12.,19.,26.7.2016 jeweils um 10:30 Uhr
August: Donnerstag, den 4.,11.,18.,25.8.2016, jeweils um 10:30 Uhr und für Gruppen und Schulklassen gegen Voranmeldung.

Martinifeier und Gänselampen

26.2.-27.11.2016 Dumme Gans? Eine Kulturgeschichte im Federkleid
Landesmuseum Burgenland
7000 Eisenstadt, Museumgasse 1-5
Tel: +43 2682 719-4000
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.landesmuseum-burgenland.at

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Im Burgenland ist einiges los …

Das jüngste Bundesland Österreich strotzt wieder einmal nur so vor Kulturangeboten. Bald werden auch wir hier wieder über die verschiedensten Sommertheater berichten – schon jetzt der Tipp: rechtzeitig Karten besorgen – aber Ende Jänner waren einmal die Museen dran. Kulturlandesrat Helmut Bieler konnte stolz mit dem Geschäftsführer des Kulturservice-Burgenland Dr. Wolfgang Kuzmits und Mag. Gert Polster, dem Direktor der Landesmuseen Burgenland die Ausstellungen präsentieren.

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Das Landesmuseum Burgenland widmet sich in einer großen Ausstellung zum Jubiläumsjahr dem Thema „Land im Krieg. Zwischen Schützengraben und Heimatfront. 1914 – 1818". In einer großen Sammelaktion wurden Objekte von über 100 Leihgebern gefunden, die nun in einer Schau die Lebenswelt unserer Groß- und Urgroßeltern erzählen, vom Leid an der Front, vom Überleben zu Hause in einem Land das damals noch zum ungarischen Teil der Monarchie gehörte.

Vorstellung des Museumsprogramm 2014 in Eisenstadt

„Gestochen scharf" zeigt im Offenen Raum ausgewählte graphische Arbeiten aus der beeindruckenden Sammlung von Dr. Felix Tobler.

Die Landesgalerie Burgenland widmet zum 100.Geburtstag der Malerin, Ordensschwester und Kokoschka-Schülerin Elfriede Ettl die Ausstellung„Bruder Pinsel, Schwester Farbe".
Zu den Quellen „Ad fontes" führt die Ausstellung, in der die Künstler Martin Rasp, Gotthard Muhr und Puppe Denk mit ihren Werken zu den Anfängen, dem Ursprung vorzudringen versuchen.

„Willkommen im Paradies" ist das Thema der neu formierten KGB Polychrom Künstlergruppe Burgenland, die Werke zwischen Schöpfung und Urlaubsparadiesen aus dem Reisekatalog zeigt. art[dialog}] setzt die Kulturpartnerschaft mit Bayreuth fort und stellt den burgenländischen Phantasten Franz Hametner dem oberfränkischen Surrealisten Caspar Walter Rauh gegenüber.

Im Projektraum in der Landesgalerie stehen die Ausstellungen in Zusammenhang mit dem Themenschwerpunkt des heurigen Jahres: der Baukultur. Im Juni und Juli steht der Architekturpreis und die Siegerprojekte der letzten 12 Jahre im Mittelpunkt der Ausstellung „Baukultur, die", im Oktober und November zeigt die Burgenländische Landesfotoschau Arbeiten zum selben Thema. Außerdem sind auch Arbeiten zum Förderpreis für Bildende Kunst 2013 zum Thema „Landscapes" zu sehen.

Im Haydn-Haus in Eisenstadt widmet man sich einer seiner Kompositionen, die Musikgeschichte geschrieben hat: dem Kaiserlied „Gott erhalte", das Haydn zu Ehren Kaiser Franz II. geschrieben hatte und das lange Zeit die Hymne der Habsburgermonarchie war, bevor es nun unseren deutschen Nachbarn als Nationalhymne dient.

In Raiding bezieht die neue Ausstellung „Franz Liszt, Wunderkind, Weltstar und Abbé" das Geburtshaus wie auch den modernen Konzertsaal mit ein. Im Zentrum des neuen Ausstellungsbereiches steht nun der „Blaue Salon", jenes Zimmer am Wiener Schottenhof, das für Liszt von Verwandten für dessen Aufenthalte in Wien eingerichtet worden war.

Egal, welche Ausstellung Sie mit Kindern besuchen möchten, die Verantwortlichen haben auch ihre kleinsten Besucher nicht vergessen: Pauli Plappagei präsentiert die Ausstellungen für jedes Alter unterhaltsam und spannend. Auch für die Sonderausstellungen wurden wieder völlig neue Führungen für junge Besucher konzipiert.

Für begeisterte Museumsbesucher empfehlen wir noch die Museumskarte Eisenstadt mit dem Bundesländer-Bonus: Mit ihr kann man das Landesmuseum Burgenland, die Landesgalerie Burgenland und den Projektraum, das Haydn-Haus in Eisenstadt, das Liszt-Haus in Raiding und das Diözesanmuseum Eisenstadt ein Jahr lang zum Preis von 20 Euro besuchen, dazu gibt es noch verschiedene Vergünstigungen im Museumsshop und Einladungen zu Vernissagen, aber auch Gratis-Eintritt für ein Kind. Außerdem kann man mit der Karte auch alle Landesmuseen in Österreich, in Südtirol und in Liechtenstein kostenlos besuchen.

Auf askEnrico informieren wir Sie genauer über die einzelnen Ausstellungen, aber auch über die Sehenswürdigkeiten von Eisenstadt.

Weitere Informationen finden Sie unter
www.landesmuseum-burgenland.at
www.landesgalerie-burgenland.at
www.haydnhaus.at
www.pauli-plappagei.at

Hier gibt es noch den Museumsfolder als pdf zum Download: Museumsfolder_komplettGib deinen Text hier ein ...

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